

Wenn wir die Nacht nicht am Strand verbringen, sitzen wir auf der Veranda und geniessen
bei einem guten Whiskey die laue Sommernacht, hören die Grillen zirpen und reden über
Gott und die Welt. Der Mond scheint hier schneller zu wandern als bei uns und auch tiefer
zu liegen und so verschwindet er innerhalb kürzester Zeit hinter dem grossen Hügel und
macht Platz für die Sterne, die hier sehr intensiv leuchten. Dazu hört man das Meer rauschen
und fragt sich, warum man nicht einfach hier bleibt.
Peñiscola liegt genau zwischen Barcelona und Valenicia und auf gleicher Höhe mit Mallorca
ist somit symbolisch das Zentrum des Goldenen Dreiecks. Man hat hier alles, was man für ein
gutes Leben braucht: Einen riesen Strand, bestes Wetter, ausgezeichnetes Essen und
kristallklares und warmes Wasser. Der einzige Haken sind die Tatsache, dass es ein
Urlaubsort ist. Dafür aber einer, der seinesgleichen sucht.
Wer abends etwas zum feiern sucht, der ist in Peñiscola an der falschen Adresse. Das
Fischerdorf eignet sich eher zum entsspannen als zum durchdrehen. Dafür sollte man
eher nach Barcelona fahren. Hier wird der Sangria auch nicht in Eimern sondern in
Tonkrügen ausgeschenkt. Die kulinarische Spezialität sind hier übrigens die Miesmuscheln
(Mejillones), die es zu Hauf und in einer Frische gibt, die es bei uns nie geben wird.
Auch der Tintenfisch (Pulpo) ist eine Delikatesse. Nach dem Essen empfiehlt sich ein
Kaffe mit Brandy (Carajillo), der in ganz Spanien eine Spezialität ist.
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