Die ca. 4200 Einwohner von Peñiscola führen ein entspanntes Leben an der Costa del Azahar (Orangenblütenküste), auch wenn sie vom Tourismus leben. Mit einer einzigartigen Altsatdt auf einem Felsen und einem kilometerlangen Strand ist Peñiscola der wichtigste Urlaubsort in Spanien. Und das nicht nur für die Spanier selbst.

Die Geschichte der Stadt reicht bis zu 1000 Jahre zurück und war vor allem in kriegerischen Zeiten von grosser Bedeutung. Die heutige Altstadt war damals eine Burg, die 64 m über dem Meeresspiegel liegt und bis in die 1920er nur durch eine sandbankähnliche Verbindung zu erreichen war. Diese wurde aber mit den Jahren weggespült und die Stadt wurde eine Insel.

Man könnte Peñiscola auch mit dem kleinen Dorf in Gallien in dem Asterix wohnt, vergleichen: Die Stadt war den Völkern wie den Karthagen, Griechen, Phöniziern, Römern und Arabern bestens bekannt, da die Festung unbeugsam war und die Lebenslage nahezu perfekt war. Erbaut wurde die Burg von den Rittern des Tempelordens zwischen 1294 und 1307 und das auf den Ruinen einer maurischen Festung. Der Stil vermischt die Spätromantik mit der Gothik und ist eher schmucklos und schlicht. Es wurde mehr Wert auf die Haltbarkeit gelegt. Trotzdem ist Peñiscola heute nach der Alhambra von Granada auf Platz zwei der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Spaniens.

Dieses unscheinbare Fleckchen Erde wurde auch von christlichen Oberhäuptern bewohnt, wie beispielsweise Don Pedro de Luna, geb. 1325, der zu einer von zwölf Familien von Aragon angehörte und sich zur christlichen Welt wandte, nachdem er kanonisches Recht studierte. Sein Wappen zeirt heute noch jede Ecke der Festung. Der in Kampf- und Waffenkunst vernarrte Christ wurde 1375 von Papst Gregor XI zum Diakonskardinal ernannt.

Es war 1411 als Papa Luna den Platz auf der Burg einnahm und diese als Palast und Bibliothek nutzte. Er glaubte wirklich, der wirklich Papst der katholischen Kirche zu sein und wird bis heute der ‚Anti-Papst' genannt. Vom Konstanzer Konzil wurde Benedikt XIII der Ketzerei beschuldigt, überlebte aber alle darauffolgenden Giftanschläge, bevor er am 23. Mai 1423 eines natürlichen Todes starb. Wahrlich hat dieser ‚Papst' die Geschichte Peñiscolas geprägt und noch heute werden Erinnerungen des Papstes dort aufbewahrt.
Heute kann man für einen kleinen Eintrittspreis die Burg besichtigen und bekommt sogar eine deutsche Führung. Die Eintrittskarte lässt sich später als Postkarte verwenden.